5 Dinge, die Du zum Wohle Deiner Darmgesundheit vermeiden solltest

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5 Dinge, die Du zum Wohle Deiner Darmgesundheit vermeiden solltest

Dies ist ein Gastartikel von Janis Budde, der seit mehreren Jahren deutschlands führenden Biohacking-Blog Primal-State.de betreibt. Dort erhältst Du Informationen rund um Leistungssteigerung, Abnehmen und Gesundheit.

Ein bestimmtes Organ im menschlichen Körper wird konsequent unterschätzt. Und das, obwohl es maßgeblich zu Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit beiträgt. Die Rede ist vom Darm. 10 Mal mehr Bakterien als es im Körper Zellen gibt sorgen hier u.a dafür, dass wichtige Nährstoffe in den Körper gelangen, während gleichzeitig Giftstoffe neutralisiert werden.

Zumindest sollten sie es werden. Im Darm herrscht nämlich auch ein fortwährender Kampf zwischen nützlichen Bakterien, den sog. Probiotika und schädlichen Bakterienkulturen, die das Immunsystem schwächen und zu einer Vielzahl an chronischen Erkrankungen beitragen können.

Das Schlüsselwort in diesem ganzen Prozess ist das Gleichgewicht, die sog. Homöostase. Solange die probiotischen Bakterienkulturen im Darm die Überhand behalten, funktioniert das Organ reibungslos. Dann fühlen wir uns leistungsfähiger, energiegeladener und können unser Körpergewicht besser regulieren. Ist dies nicht der Fall, leidet Gesundheit und Lebensqualität. Es lohnt sich also, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten.

Doch wie genau stellen wir das an? Um Dich bei der Antwort auf genau diese Frage zu unterstützen, erkläre ich dir, was die Konsequenzen einer aus dem Gleichgewicht geratenen Darmflora sind und welche 5 Dinge Du vermeiden solltest, um dieses Gleichgewicht zu wahren bzw. schnell wieder herzustellen.

Warum der westliche Lebensstil unserer Darmgesundheit schadet

Verschiedene Forschergruppen weltweit konnten in zahlreichen Studien nachweisen, dass eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora Krankheiten wie Allergien, Hauterkrankungen, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Pilzinfektion fördern kann.

Auch kamen sie zu der Erkenntnis, dass unser westlicher Lebensstil durch all die industriell verarbeiteten Lebensmittel, Giftstoffe und die hohe Stressbelastung dafür sorgen, dass die Darmflora konstant unter Beschuss steht.

Die gute Nachricht: die Darmflora ist ein sich ständig veränderndes Gebilde. Durch unsere Ernährung und unseren Lebensstil können wir massiven Einfluss auf die Verteilung der Bakterien in unserem Darm ausüben. So geht's:

5 Dinge, die Deine Darmflora massiv belasten

1.) Raffinierter Zucker

Du bist nicht überrascht, oder? Seit einigen Jahren wird industriell verarbeiteter Zucker fast im Tagesrhytmus in irgendeinem Fernsehbeiträgen, Zeitungs- oder Blogartikeln verteufelt. Nach Ansicht weltweit führender Wissenschaftler jedoch zu recht.

Über 40 Kilogramm raffinierten Zucker nimmt der Deutsche jedes Jahr direkt oder indirekt über andere Lebensmittel zu sich. Fettleibigkeit ist hierbei nur eine der vielen Folgen.

Industriell verarbeiteter Zucker kann in großen Mengen ebenso enormen Schaden in der Darmflora anrichten. Er fördert nämlich die Verbreitung parasitärer Darmbakterien und kann zum sog. "Leaky-Gut-Syndrome" führen - einer Durchlöcherung der Darmschleimhaut. Dies ermöglicht es Toxinen direkt in den Organismus geraten. Gesundheitliche Schäden sind die Folge.

Nun kann raffinierter Zucker erwiesenermaßen ein großes Suchtpotential entfalten.
Wenn Du Dich also schwer damit tust, auf Süßes zu verzichten, kannst du es einmal mit alternativen, unbedenklicheren Süßungsmitteln versuchen. Dazu gehören: Kokosblütenzucker, Stevia, Xylitol und Melasse.

2.) Hormonpräparate wie die Anti-Baby-Pille

In einer groß angelegte Kohorten-Studie mit 117.375 Frauen in den USA konnte ermittelt werden, dass die Hormonpräparate wie die Anti-Baby-Pille die Darmflora belasten und zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa führen können. Besonders Präparate mit hohem Östrogengehalt gelten hier als bedenklich.

Für die Gesundheit der Darmflora empfiehlt sich hier, auf Hormonpräparate so gut wie möglich zu verzichten.

3.) Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Zusatstoffe wie Emulgatoren erhöhen die Haltbarkeit von Lebensmitteln, verbessern die Konsistenz oder sorgen dafür, dass Stoffe besser miteinander vermengt werden können. Diese unnatürliche Veränderung der Nahrung hat jedoch einen Preis.

Ein Forscherteam um die  Mediziner Andrew Gewirtz und Benoit Chassaing von der Georgia State University in Atlanta konnten in einem Versuch mit Mäusen zeigen, dass einige Zusatzstoffe zu einer Entzündung der Darmflora führen können.

Um Deine Darmflora so wenig wie möglich zu belasten, ist es ratsam, auf Fertigprodukte zu verzichten bzw. zu überprüfen, wie lang die Liste an Zusatzstoffen ist. Stattdessen empfiehlt es sich natürliche Lebensmittel zu konsumieren.

4.) Pestizide

Viele Kinder lernen, Obst und Gemüse vor dem Verzehr abzuwaschen,  da sie "gespritzt" seien und sich Giftstoffe auf der Oberfläche befinden können. Mit "gespritzt" ist nichts weniger gemeint, als dass während des Heranreifens der Nahrungsmittel künstliche Hilfsstoffe eingesetzt wurden, welche vor Insekten und Pilzbefall schützen.

Das Problem an diesen Stoffen, den sog. Pestiziden ist, dass zunehmend mehr Forschungsergebnisse zu Tage treten, die zeigen, wie gefährlich der Kontakt für die Gesundheit des Menschen sein können. Selbst geringe Mengen können gefährlich sein.

So veröffentlichten französische Wissenschaftler der Jules Verne University of Picardy eine Studie, in der sie zeigen konnten, dass selbst geringe Mengen des meistgenutzten Pestizides Chlorpyrifos die Darmflora in ein schädliches Ungleichgewicht bringen können.

Achte bei Deiner Nahrungsaufnahme also darauf, sämtliches Obst und Gemüse sehr gründlich abzuwaschen. Soweit es Dir möglich ist, kannst Du auf biologisch angebaute Nahrungsmittel umsteigen. Diese sind komplett frei von Pestiziden.

5.) Stress

Eine im US-amerikanischen National Institute of Health veröffentlichte Studie zeigt auf, dass Stress im Körper entzündungsfördernd wirkt.

Die hohe Dosis an Cortisol, die im Zuge regelmäßigen, starken Stresses im Körper ausgeschüttet wird, kann selbst dann gesundheitlich bedenklich sein, wenn die Ernährung sonst optimal ist.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass Du Deinen Cortisol-Pegel erwiesenermaßen schon mit simplen Methoden dauerhaft senken kannst. Regelmäßige Meditations-Sessions, ausgiebige Waldspaziergänge und intensive Sporteinheiten können hier wahre Wunder bewirken.

Fazit - Ernährung und Lifestyle als Fundamente eines gesunden Lebens

Vielleicht hast Du die große Gemeinsamkeit all der oben genannten Tipps bereits erkannt. Egal ob es um das Gleichgewicht Deiner Darmflora oder um Deine generelle Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder Vitalität geht - alles beginnt mit einer natürlichen, artgerechten Ernährung und einem Lifestyle, der Dich mental im Gleichgewicht hält und Deinen Stresspegel gering hält.

Je mehr Du auf industriell verarbeitete Lebensmittel und künstliche Zusatzstoffe verzichtest, desto mehr werden es Dir die kleinen Helfer in Deinem Darm und Deine Gesundheit im allgemeinen danken. Keine Sorge - Du musst nicht gleich alle 5 oben genannten Punkte von heute auf morgen in Deinen Lifestyle integrieren.

Ich verweise hier immer gerne auf den Begriff "kaizen" aus der japanischen Philosophie. Kaisen bedeutet, dass kleine, tägliche Veränderungen hin zu einer besseren Version Deiner selbst langfristig die größten Resultate erzielen.

Also, wenn du täglich ein wenig mehr darauf achtest, die oben genannten 5 schädlichen Stoffe zu dir zu nehmen, kann sich mit der Zeit viel verändern. Erfahrungsgemäß wirst Du sogar schon nach kurzer Zeit feststellen, dass Du Dich energiegeladener fühlst und sich Deine Konzentrationsfähigkeit merklich verbessert.

Klingt das gut?

Dann los!  Und denk dran, "kaizen".

Wenn Dich das Thema interessiert, schau doch mal auf Primal-State.de vorbei und stöber in unserem Blog.

Bildnachweis: vetre/Shutterstock.com 

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