Was ist Paleo?

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  • Durch Kleine Steinzeit
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Was ist Paleo?

Paleo - das ist eine ganzheitliche und durchdachte Art der Ernährung, die weltweit bereits hunderttausenden Menschen dabei hilft, energiegeladen, fit und gesund durch den Tag zu gehen.

Das Besondere an der Paleo Ernährung ist, dass es sich nicht um eine der vielen neumodischen Trenddiäten handelt. Paleo ist viel älter - und viel natürlicher. Denn sie ist eine Ernährungsweise, die sich daran orientiert, welche natürliche Nahrung unsere Vorfahren, die Jäger und Sammler der Steinzeit schon vor über 200.000 Jahren gegessen haben.

Daher wird die Paleo Ernährung im Volksmund auch Steinzeit-Ernährung genannt. Wenn wir uns die 2.5 Millionen Jahre alte Menschheitsgeschichte anschauen, ist es nämlich genau diese Ernährungweise, auf die sich unser Körper im Laufe der Evolution angepasst hat.

Zum vielfältigen Paleo-Speiseplan gehören daher gesundes Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Obst, Gemüse, Samen, unbehandelte Nüsse, Kräuter, Knollen und gesunde Fette.

Da es in der Steinzeit weder Landwirtschaft noch Supermärkte gab, werden Getreideerzeugnisse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, raffinierter Zucker und sämtliche verarbeiteten Lebensmittel aus dem Speiseplan gestrichen.

Warum die Paleo Ernährung in den letzten Jahren weltweit immer beliebter wurde, welche gesundheitlichen Vorteile sie dir bringen kann und wie genau du sie schon heute ausprobieren kannst, möchten wir jetzt mit dir teilen:

Paleo macht fit, leistungsfähig und gesund

Egal ob Mutter dreier Kinder, beruflich eingespannter Unternehmer, weltweit renommierter Biochemiker oder Olympia-Athletin - zahllose Menschen schwören darauf, dass sie sich durch die Paleo Ernähung besser fühlen und klarer denken.

Sobald du die Paleo Ernährung einmal selbst probierst, wirst auch du erfahrungsgemäß schon nach kurzer Zeit feststellen, dass du dich energiegeladener und leistungsfähiger fühlst.

Dein Schlaf wird tiefer und erholsamer . Das übliche Mittagstief wird durch freudvollen Tatendrang abgelöst. Deine Haut fühlt sich strahlender und reiner an. Das Abnehmen fällt dir leichter. Dein Bluthochdruck lässt nach. Allergien gehen zurück. Und du fühlst dich in deiner Haut einfach viel wohler.

Paleo ist wissenschaftlich belegt

Vielleicht klingen all diese Vorteile für dich schon fast zu gut, um wahr zu sein. Doch tatsächlich gibt es neben den tausenden persönlichen Erfolgsberichten auch eine Reihe an wissenschaftlichen Studien, aus denen die gesundheitlichen Vorteile der Paleo Ernährung eindeutig hervorgehen.

So gibt es mittlerweile Studien, die zeigen, dass die Paleo Ernährung in gesundheitlicher Hinsicht sowohl der Diabetes-Ernährung (Obst, Gemüse, viele Kohlenhydrate aus Vollkorn) als auch der mediterranen Ernährung überlegen ist.

Darüber hinaus beinhaltet die Paleo Ernährung auch alle gesundheitlichen Vorteile, die eine Ernährung ohne Gluten, raffinierten Zucker, Transfette und künstliche Zustatzstoffe mit sich bringt.

Viele Forschungsergebnisse brachten mittlerweile zu Tage, dass genau diese Stoffe für eine Vielzahl an Zivilisationserkrankungen wie Krebs, Diabetes, Parkinson, Alzheimer, Herzkrankheiten und Depressionen verantwortlich sind.

Du siehst, die Ernährung unserer steinzeitlichen Vorfahren ist alles andere als verstaubt und auch für uns moderne Menschen in vielerlei Hinsicht eine ausgezeichnete Wahl.

Das beste daran: mit der richtigen Strategie ist sie leicht umzusetzen und schmeckt auch noch hervorragend!

Vielleicht hast du an dieser Stelle auch schon ein wenig Lust bekommen, selbst einmal in die Paleo Ernährung hineinzuschnuppern? ;-)

Wenn ja, findest du jetzt die wichtigsten 5 Paleo Grundsätze für deinen einfachen und optimalen Start:

Paleo - die 5 wichtigsten Grundsätze

Grundsatz #1: Vermeide Getreide und Hülsenfrüchte

Wenn wir die gesamte Menschheitsgeschichte auf einen Zeitstrahl von 10 Metern malen, dann ist die Zeit, in der wir Getreide konsumieren, weit weniger als einen Millimeter lang.

Erst vor 10.000 Jahren begannen unsere Vorfahren damit, sich niederzulassen und Landwirtschaft zu betreiben. Seit dieser Zeit essen wir zunehmend viele Getreideprodukte.

Mittlerweile gibt es jedoch stetig wachsende Forschungsergebnisse dazu, dass Getreideprodukte vielen Menschen nicht gut tun. Schlimmer noch: sie können heimlicher Mitverursacher von Zivilisationskrankheiten wie Arthritis, Gicht, Morbus Crohn, Multipler Sklerose, Allergien und sogar einem Ausfall der Bauchspeicheldrüse mit der Folge Diabetes Typ-1 führen.

Grund dafür sind natürliche Abwehrmechanismen der Natur. Um sich vor Schädlingen zu schützen, beinhaltet Getreide eine Vielzahl an giftigen Anti-Nährstoffen wie z.B. Lektin, Gluten und Phytinsäure. Gelangen diese Anti-Nährstoffe in den menschlichen Organismus, setzen sie sich in der Darmregion fest.

Sobald jedoch zu viele Anti-Nährstoffe in den Darm gelangen, führt dies schnell zu einer Entzündung der Darmflora.

Lebenswichtige Nährstoffe können dann nicht länger aufgenommen werden. Giftige Stoffe können nicht länger davon abgehalten werden, in den Körper zu gelangen und gelangen in andere Organe des Körpers.

Der wohl bekannteste Anti-Nährstoff ist Gluten, da viele Menschen gerade auf diesen Stoff empfindlich reagieren. Doch all die anderen Anti-Nährstoffe sind nicht zu unterschätzen und können bei übertriebenem Getreidekonsum zu tickenden Zeitbomben werden.

Da Getreide meist bis zu 80 Prozent an Kohlenhydraten enthält, führt dieses Nahrungsmittelkategorie zu einem häufigen Anstieg des Blutzucker -  und damit Insulinspiegels. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel führt jedoch zu Erkrankungen wie Diabetes Typ-2 oder Fettleibigkeit.

Aus diesen Gründen entscheiden wir uns in der Paleo Ernährung zugunsten unserer Gesundheit vollständig gegen Getreideprodukte. Da auch Hülsenfrüchte verhältnismäßig viele Anti-Nährstoffe enthalten, meiden wir auch diese.

Grundsatz #2: Raffinierter Zucker tut dir nicht gut

Zucker strotzt vor Energie. Und er macht erwiesenermaßen süchtiger, als manch eine illegale Droge. Das Problem am Konsum von Zucker liegt darin, dass der Blutzuckerspiegel selbst bei geringen Mengen rasant ansteigt. Dies führt sofort auch zu einem ruckartigen Anstieg des Insulinspiegels.

Insulin ist ein Hormon, das im Körper ausgestoßen wird, wenn neue Energie gespeichert werden muss. Daher verhindert der Konsum von Zucker erstens, dass der Körper auf die Fettreserven als Energielieferant zugreift. Zweitens begünstigt dieser Stoff, dass über die Nahrung aufgenommene Energie schnur stracks in die Fettpölsterchen gelangt.

Aus genau diesem Grund gilt im Volksmund "Zucker macht dick". Aufgrund des stetig erhöhten Insulinspiegels begünstigt Zucker jedoch nicht nur Fettleibigkeit, sondern kann auch zum Ausbruch von Diabetes Typ 2 führen.

Daher entscheiden wir uns in der Paleo Ernährung bewusst für eine Ernährung ohne Zucker sowie zuckerhaltige Lebensmittel. Dazu zählen neben raffiniertem Zucker auch sämtliche versteckten Zuckerbomben wie Fruchtsäfte aus dem Supermarkt, Fertiggerichte und sämtliche industriell verarbeiteten Lebensmittel.

Sobald du Zucker von deinem Speiseplan streichst, wirst du erfahrungsgemäß feststellen, dass die Pfunde viel schneller schmelzen, du seltener müde bist und auch etwaige Heißhungerattacken der Vergangenheit angehören.

Grundsatz #3: Genieße Obst, doch achte auf die Menge

Obst ist gesund, denn es enthält eine Vielzahl an wichtigen Nährstoffen.

Doch ebenso enthält Obst viel Fructose. Fructose ist ein Fruchtzucker, der ebenso wie raffinierter Zucker für einen Anstieg des Blutzuckerspiegels sorgt. Das bedeutet, dass viel Obstkonsum daher auch Fettleibigkeit begünstigen kann.

Aus diesem Grund achten wir in der Paleo Ernährung darauf, einen Großteil unseres Obstkonsums durch Gemüse zu ersetzen.

Natürlich ist Obst dennoch nicht komplett tabu. Achte bei Obst nur bestenfalls darauf, dass du welches mit wenig Fruchtzucker zu dir nimmst (z.B. Beeren ) und vermehrt auf Trockenfrüchte zurückgreifst.

Grundsatz #4: Achte auf die richtigen Fette

Wie bei so vielem im Leben machen wir es uns auch beim Thema Fett zu einfach, wenn wir es grundsätzlich verteufeln.

In der Paleo Ernährung nehmen wir daher viel gesundes Fett aus Kokosöl und Weidebutter zu  uns.

Fett wurde in unserer modernen Gesellschaft deswegen lange Zeit als schlecht angesehen, weil wir über Pflanzenfette in Öl und Margarine sowie Transfette in Fertigprodukten verhältnismäßig viel zu viele Omega 6 Fettsäuren zu uns nehmen. Dies führt in der Tat zu einer Vielzahl in bekannten Zivilisationserkrankungen.

Sind die Omega 6 Fettsäuren jedoch harmonisch mit den Omega 3 Fettsäuren ausbalanciert, die wir zum Beispiel über Kokosöl und Weidebutter zu uns nehmen, fühlen wir uns fit, energiegeladen und leben gesund.

Grundsatz #5: Vorsicht bei Milchprodukten

Selbst in der Paleo Community gibt es weitreichende Diskussionen, ob Milchprodukte konsumiert werden sollten oder nicht.

Grundsätzlich zählt Milch jedoch nicht zur Paleo Ernährung. Denn besonders Kuhmilch enthält viele Stoffe, die schlecht für die Verdauung sind. Ebenso enthält die Milch von Kühen, die mit Getreide gefüttert wurden, Anti-Nährstoffe wie Lektion, welche schon im Getreide selbst zu finden sind.

Auch finden sich in Milchprodukten Tierhormone, welche die Fetteinlagerung in deinem Gewebe begünstigen.

Damit du jedoch für dich selbst herausfinden kannst, ob Milch dir gut tut oder nicht, empfehlen wir dir einfach für 30 Tage auf Milchprodukte zu verzichten und zu schauen, wie du dich dabei fühlst.

Paleo - so kannst du schon heute starten

Vielleicht fühlst du dich gerade so, als ob wir dich mit einer ganzen Lawine an Ernährungsinformationen überschüttet haben.

Doch keine Sorge. Wenn du bei deiner Ernährung darauf achtest, dass du:

  • hochwertiges Fleisch aus Weidehaltung (besser sogar Wild)
  • Fisch und Meeresfrüchte (bestenfalls aus Wildfang)
  • Sehr viel Gemüse
  • geringe Mengen an Obst
  • Eier
  • Nüsse und Samen
  • gesunde unraffinierte Öle (z.B. Olive, Kokosnuss, Avocado)

zu dir nimmst und auf:

  • Getreide und Hülsenfrüchte
  • Fertiggerichte
  • Zucker
  • Milchprodukte (mache den Selbsttest)
  • raffinierte Öle (z.b. Sonnenblumen, Raps)

verzichtest, bist du auf der sicheren Seite.

Stark verkürzt kannst du dir im Zweifel auch stets die Frage stellen:

Konnte man dieses Lebensmittel vor 200.000 Jahren schon fangen oder sammeln?

Wenn ja, dann guten Genuss! :-)

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